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Gestern, Mittwoch, den 22. August 2017, war der Auftakt zum diesjährigen (und übrigens bereits zum 30. Mal stattfindenden) Heimatfilmfestivals in Freistadt.
Wir haben lieben Besuch aus Linz bekommen und uns zunächst mit dem Essen der wunderbaren Küche vom Gelben Krokodil gestärkt. Bis Sonntag könnt ihr euch im Salzhof übrigens unabhängig vom Filmgenuss den Bauch vollschlagen.

Obwohl ich sehr empfehlen würde sich auch den einen oder anderen Film anzusehen. Ich schaffe es ja gerade leider zur Zeit viel zu selten ins Kino, bedingt durch die Niederleg-Zeit von Ilvi, die synchron mit der Prime Time ist. Umso mehr genossen haben wir den gemeinsamen Abend gestern im Sommerkino, nach der Eröffnung von Wolfgang Steininger wurde „Die beste aller Welten“ gezeigt. Spannend ist immer, wenn Schauspieler und Regisseur selbst zu Wort kommen und dem Publikum Frage und Antwort stehen. Hier war es trotzdem etwas besonderes, weil der Regisseur Adrian Goiginger die Geschichte seiner Kindheit im Film erzählt. Es ist keine Geschichte vom Aufwachsen im behüteten Elternhaus, mit Mama und Papa die ihn zur Musikschule zum Flötenunterricht bringen, sondern eine Geschichte von Personen, die zwischen ehrlicher Zuneigung zu dem kleinen Buben (im Film 7 Jahre alt) und Affekthandlungen verursacht durch ihre starke Drogensucht chan­gie­ren.
Besonders seine Mama ist ständig hin und her gerissen zwischen dem Wunsch nach Entzug und der alles verschlingenden Heroinsucht. Will für ihn da sein, liebt ihn zutiefst, und lässt ihn dennoch im Wohnzimmer bei den Zusammentreffen mit den Männern dabei sein, ihn zusehen beim Bong-Rauchen, schläft während einer Partie DKT ein.
Die Geschichte geht gut aus, Adrian hat es geschafft, steht also im Sommerkino als 26-Jähriger Filmemacher vor uns und erzählt so manche Geschichte, die sich die Wenigsten von uns zum Glück so vorstellen können.
Harter Tobak – aber absolut sehenswert.

Wir sehen uns dann in der Salzgasse!

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