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„Wieso machst du das?“

Diese Frage hab ich im Juni oft gehört. Wieso habe ich so viele Leute im Linzertor in Freistadt fotografiert?

Für die Serie 30 Tage – 30 Gesichter habe ich jeden Tag im Juni eine Person mit ihrem Lieblingsding hier auf der Homepage vorgestellt.
Und die Antwort ist einfach: Weil es Spaß macht.

Zurück zum Anfang quasi. So habe ich nämlich das Fotografieren begonnen. In meiner Freizeit, damals in Wien, habe ich viel fotografiert. Hauptsächlich Portraits und eigentlich waren es immer Bekannte und Freunde. Und die Portraits machen mir nach wie vor am meisten Spaß. Und um dem Projekt („jeden Tag ein Gesicht“) einen Rahmen zu geben, habe ich die Leute gebeten, mir ihr Lieblingsding mitzubringen und mir dazu etwas zu erzählen.

Ich finde es schön, dass aus dieser Idee so viele bunte Geschichten entstanden sind, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und jede Person für sich ihre Sicht auf die Welt und die Dinge erklärt. Zum fertigen Projekt geht es HIER.

Was habe ich aus dem Projekt gelernt?

Einerseits sagt die Auswahl der Personen viel über mich aus. Mit wem rede ich (täglich oder immer mal wieder), wer hat mich auf die eine oder andere Weise beeinflusst? Das ist mir nach und nach klar geworden und deshalb habe ich auch bei jeder Person dazugeschrieben, warum ich sie fotografiert habe. Natürlich spiegelt diese Auswahl nur einen kleinen Teil meines Umfeldes wider, und es wären noch so viele Leute wichtig und wert fotografiert zu werden. Viele haben mich gefragt, ob denn mein eigenes Portrait auch noch kommt, aber den Abschluss bildet das Portrait von Sebastian – wie und warum siehe unten.

Außerdem und fast noch wichtiger für mich, war die Erkenntnis, was eigentlich Sinn und Zweck dieses Blogs hier ist. Dass hier Fotos zu sehen sind ist klar und stimmt zwar, aber als Erklärung war mir das immer viel zu wenig.

Denn eigentlich erzähle ich Geschichten. Mit Bildern, und mit Texten.

Und diese sollen unterhalten, einen Einblick in andere Alltagsgeschichten geben, wie ähnlich wir doch leben und dann wieder so unterschiedlich. Mut machen, Freude bereiten, inspirieren. Es sind Geschichten von Mamas und Papas, die das tägliche Leben schupfen, es sind Geschichten von Liebenden, die ihren großen Tag mit vielen Gästen feiern, es sind Geschichten von Kindern, denen die Welt offen steht, also alles in allem Geschichten von Leuten, die Großartiges auf die Beine stellen. Und das möchte ich hier zeigen. Vielen Dank an die 30 Gesichter-Leute und auch alle anderen, die mir je ihre Geschichte für meinen Blog erzählt haben.

Nachtrag – Sebastian

3 Jahre

Welches Ding hast du uns mitgebracht? Warum liegt es dir besonders am Herzen?

Mein Laufrad. Weil ich damit so schnell düse. [Anmerkung von Flora: Wohin düst du da?] In alle Parks.

Was ist das Schönste in der Krabbelstube?

Da kann ich immer spielen. [Hast du da einen Freund?] Ja, Stefanie.

Was magst du nicht so gerne?

Dass ich umplumpse beim Fahrradfahren. Das mag ich nicht so gerne.

Wie sind deine Pläne/Wünsche für die Zukunft?

Viele Bücher anschauen.

[Anm. d. Red.] Wieso habe ich Sebastian fotografiert?
Sebastian ist der Sohn von Kristina und zufällig sind sie gerade beim Linzertor mit dem Lieblingsding vorbeigekommen, als ich fotografiert habe. Das wollte ich euch nicht vorenthalten. Projekt abgeschlossen – versprochen – und danke für die Aufmerksamkeit :)

Und wer bis hier durchgehalten hat, ich würde mich sehr freuen über Rückmeldungen, wie hat euch das Projekt gefallen? Wollt ihr irgendwann eine Wiederholung (anderes Thema, andere Fotos, weniger Text), oder soll ich es gut sein lassen? Denn auch ich will euch lieber unterhalten, als langweilen, also schreibt mir, entweder unter fotografie @ florafellner.at oder HIER.

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