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Vor dem 18. Jahrhundert gab es keine Schaufenster. Erst die industrielle Massenproduktion und das Ende des Zunftwesens machten die moderne Form der Warenwerbung überhaupt notwendig und möglich. Die Kundenbeziehung zum Verkäufer wurde gerade in den großen Städten zunehmender anonymer, die Ware musste selbst sprechen.

Das Schaufenster setzte als eine Art Ausstellung der Straße im Kleinen den Boom der Welt- und Gewerbeausstellungen fort. Parallel dazu hatten sich Zustand und Sauberkeit der Straßen verbessert, wodurch ein wesentlicher Anreiz zum Flanieren und Bummeln gegeben war.

Auch Freistadts Schaufenster hatten so einiges zu bieten und wir können froh sein, dass Kaspar Obermayr diesen alltäglichen An- und Einblicke für uns eingefangen hat.

Vgl.: Breuss, Susanne: Blickfänge der Warenwelt. Das Schaufenster und die visuelle Kultur der modernen Großstadt. In: Breuss, Susanne: Window Shopping. Eine Fotogeschichte des Schaufensters. Wien Museum und Metroverlag Wien, 2010. 9-43.

Fotos (c) OÖ. Landesmuseum

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